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DATEV-Export im Baubetrieb: Kostenstellen, Lohnarten und Belegfluss

BG
BauGrid Redaktion· Fachredaktion
22. Mai 20269 Min. Lesezeit
DATEV-Export im Baubetrieb: Kostenstellen, Lohnarten und Belegfluss

Stand: Mai 2026

Kurzantwort: Ein sauberer DATEV-Export im Baubetrieb stützt sich auf drei Säulen: Kostenstellen pro Baustelle, korrekt abgebildete BRTV-Lohnarten und ein automatisierter Belegfluss von Eingangsrechnung über Buchung bis Lohnabrechnung. Wer diese Säulen integriert in einer vernetzten Bausoftware führt, vermeidet die typischen Nachberechnungen mit dem Lohnbüro und liefert dem Steuerberater alle Daten in DATEV-konformen Formaten (LODAS, Lohn und Gehalt, Kanzlei-Rechnungswesen).

Die Schnittstelle zur Buchhaltung entscheidet im Bauunternehmen über Stunden an Mehrarbeit pro Monat. Wer Lohndaten und Eingangsrechnungen manuell überträgt, riskiert Fehler, Nachberechnungen und Verzögerungen bei der Gehaltsabrechnung. Wer den Export automatisiert, gewinnt Zeit und vermeidet Konflikte mit Mitarbeitern und Steuerberatern.

Welche DATEV-Formate relevant sind

Für Baubetriebe sind typischerweise diese Formate relevant:

Die konkrete Wahl trifft typischerweise der Steuerberater. Eine moderne Bausoftware unterstützt alle gängigen Formate parallel.

Kostenstellen pro Baustelle

Der wichtigste Hebel im Bau-Controlling: jede Baustelle ist eine eigene Kostenstelle. Damit lässt sich nachvollziehen, welche Baustelle profitabel war und welche nicht. Voraussetzung:

Einige Kanzleien arbeiten zusätzlich mit Kostenträgern, um z. B. unterschiedliche Bauabschnitte zu trennen. Hier muss die Bausoftware flexibel bleiben.

Splittbuchung in der Praxis

Eine Materialrechnung über 12.000 EUR betrifft drei Baustellen. Ohne Splittbuchung landet alles auf einer Kostenstelle und verfälscht das Ergebnis. Mit Splittbuchung wird die Rechnung in drei Buchungssätze zerlegt, mit Bezug zum jeweiligen Projekt. Eine gute Bausoftware bietet diese Splittbuchung direkt im Freigabeworkflow.

BRTV-Lohnarten korrekt abbilden

Der Bundesrahmentarifvertrag für das Baugewerbe (BRTV) regelt typische Lohnbestandteile wie:

In DATEV werden diese als eigene Lohnarten geführt. Die Zuordnung in der Bausoftware muss exakt mit der Lohnabrechnung übereinstimmen, sonst entstehen Differenzen, die das Lohnbüro nachträglich klären muss.

Belegfluss in 6 Schritten

  1. Eingangsrechnung: kommt als XRechnung, ZUGFeRD oder PDF.
  2. Klassifikation und OCR: Pflichtfelder werden automatisch erkannt.
  3. Sachliche Prüfung: durch Bauleiter, mit Kostenstellenzuordnung.
  4. Kaufmännische Prüfung: durch Buchhaltung, ggf. Splittbuchung.
  5. Buchung: erzeugt Buchungssatz im EXTF-Format.
  6. DATEV-Übergabe: per Schnittstelle oder Upload an Unternehmen online.

Parallel werden Stunden aus der Zeiterfassung in Lohnarten übersetzt und per LODAS oder Lohn und Gehalt an die Kanzlei übergeben.

Modul-Vernetzung als Schlüssel

Wer Eingangsrechnung, Zeiterfassung und Buchhaltung in getrennten Systemen führt, hat dreimal Mehrarbeit. Eine vernetzte Plattform reduziert das auf eine zentrale Datenbasis:

Permission-Levels für den DATEV-Export

Der DATEV-Export ist eine sensible Funktion. Sinnvolle Rollen:

Wichtig ist das Banking-Grade Org-Scoping: Bei Mehrfirmen-Konstellationen muss der Export immer einer Firma zugeordnet sein. Bulk-Exporte über Firmen hinweg gefährden die DATEV-Semantik und müssen technisch verhindert werden.

Datenschutz und GoBD

DATEV-Exporte enthalten personenbezogene Daten (Mitarbeiter, Lieferanten, Kunden). Verarbeitung nach Art. 6 Abs. 1 lit. b und c DSGVO. Aufbewahrung der Belege 10 Jahre nach § 147 AO und § 257 HGB. Die Bausoftware muss ein GoBD-konformes Archiv bieten, in dem festgeschriebene Belege gegen nachträgliche Änderung gesperrt sind.

Typische Fehler

Fazit

Ein sauberer DATEV-Export ist die wichtigste Schnittstelle zwischen Baubetrieb und Steuerkanzlei. Wer Kostenstellen konsequent pflegt, BRTV-Lohnarten korrekt zuordnet und den Belegfluss automatisiert, spart pro Monat mehrere Stunden Arbeit und vermeidet Reibungsverluste mit der Kanzlei. Voraussetzung ist eine vernetzte Bausoftware, die alle Module in einem Datenmodell hält.

BauGrid liefert Buchungsstapel im EXTF-Format, LODAS- und Lohn-und-Gehalt-Exporte, Belegbilder für Unternehmen online und eine sauber getrennte Mandantenführung pro Firma. Mehr dazu in den Beiträgen XRechnung empfangen und Mahnwesen im Bau.

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