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Planung

Last Planner System(LPS)

Das Last Planner System ist eine Methode der kollaborativen Terminplanung aus dem Lean Construction. Geplant wird nicht von oben, sondern gemeinsam mit denen, die die Arbeit ausführen. Kern sind eine rollierende Vorschau, verbindliche Wochenzusagen und die Auswertung der eingehaltenen Zusagen.

Der Name beschreibt das Prinzip: Der letzte Planer ist der, der die Arbeit tatsächlich ausführt, also Polier oder Kolonnenführer. Er weiß am besten, was in der kommenden Woche machbar ist.

Die Planungsebenen

  1. Rahmenplan: der grobe Ablauf über das gesamte Projekt, meist als Gantt-Diagramm mit Meilensteinen.
  2. Phasenplanung: Für eine Bauphase planen die beteiligten Firmen gemeinsam rückwärts vom Phasenende, häufig mit Karten an einer Wand.
  3. Vorschauplanung: rollierend über die kommenden vier bis sechs Wochen. Für jeden Vorgang wird geprüft, ob alle Voraussetzungen vorliegen: Plan, Material, Vorleistung, Personal, Freigabe. Was nicht bereit ist, kommt auf eine Hinderniseliste.
  4. Wochenarbeitsplan: Nur Aufgaben, die wirklich bereit sind, werden zugesagt.
  5. Auswertung: Am Wochenende wird gemessen, welcher Anteil der Zusagen eingehalten wurde, und nach den Ursachen für Abweichungen gefragt.

Warum es wirkt

Klassische Terminpläne beschreiben, was passieren soll. Das Last Planner System fragt, was möglich ist, und macht daraus eine Zusage unter Kollegen. Die Auswertung der Zusagen deckt systematische Hindernisse auf: fehlende Pläne, verspätetes Material, unklare Details.

Voraussetzungen

  • regelmäßige, kurze Besprechungen mit den Ausführenden
  • sichtbare Planung, an der alle arbeiten
  • eine Kultur, in der ein Nein zur Zusage möglich ist
  • konsequente Bearbeitung der Hindernisse, siehe offene Punkte

Verhältnis zum Vertrag

Die gemeinsame Planung ersetzt nicht die Vertragsfristen. Zusagen in der Wochenplanung sind Steuerungsinstrumente, keine Vertragstermine. Umgekehrt ist die Dokumentation der Hindernisse wertvoll, wenn später eine Bauablaufstörung nachzuweisen ist.

Häufige Fehler

  • Die Methode wird eingeführt, aber der Bauleiter gibt weiter Anweisungen statt Zusagen einzuholen.
  • Hindernisse werden gesammelt, aber nicht abgearbeitet.
  • Es wird gemessen, ohne die Ursachen zu besprechen.

BauGrid führt offene Punkte mit Fristen, Verantwortlichen und täglichem Digest sowie den Bauzeitenplan mit Baseline (Offene Punkte, Bauzeitenplan).

Quellen & Rechtsgrundlagen
  • DIN 69901 Projektmanagement
  • VOB/B 2016 § 5 Abs. 1
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