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Planung

Taktplanung

Die Taktplanung teilt ein Bauvorhaben in gleich große Arbeitsbereiche und lässt die Gewerke in einem festen Zeittakt nacheinander durch diese Bereiche wandern. Ziel ist ein gleichmäßiger Arbeitsfluss ohne Wartezeiten, mit planbarem Personaleinsatz und kurzer Durchlaufzeit.

Die Taktplanung überträgt das Prinzip des Fließbands auf die Baustelle. Nur wandert hier nicht das Werkstück, sondern die Kolonne: Jedes Gewerk arbeitet in seinem Takt in einem Bereich und zieht dann weiter.

Vorgehen

  1. Bereiche bilden: Das Bauwerk wird in Takteinheiten geteilt, etwa Geschosse, Wohnungen oder Abschnitte, möglichst mit ähnlichem Arbeitsinhalt.
  2. Taktzeit festlegen: Ein Takt dauert meist eine Woche oder fünf Arbeitstage.
  3. Arbeitsinhalt anpassen: Die Kolonnenstärke wird so gewählt, dass jedes Gewerk seinen Arbeitsinhalt in genau einem Takt schafft. Das ist die eigentliche Planungsarbeit.
  4. Taktfolge festlegen: Reihenfolge der Gewerke, inklusive technischer Wartezeiten wie Trocknung.
  5. Steuern: Wöchentliche Bereichsübergabe mit Checkliste und Freigabe des nächsten Gewerks.

Voraussetzungen

  • gleichartige, wiederkehrende Strukturen, etwa Wohnungs-, Hotel- oder Bürobau
  • geklärte Planung und Details vor Taktbeginn
  • Materialverfügbarkeit passend zum Takt
  • verbindliche Zusagen der Firmen, siehe Last Planner System

Kennzahlen

  • Taktzeit und Anzahl der Bereiche ergeben die Durchlaufzeit.
  • Der Arbeitsinhalt je Gewerk und Bereich wird über Vorgangsdauer und Kolonnenstärke ausgeglichen.
  • Der Fertigstellungsgrad lässt sich einfach ablesen: fertige Bereiche geteilt durch alle Bereiche.

Grenzen

Beim Umbau im Bestand, bei stark unterschiedlichen Bereichen und bei kleinen Baustellen ist ein starrer Takt oft nicht realisierbar. Auch ein einzelnes säumiges Gewerk kann die gesamte Kette blockieren, weshalb Reserven und ein Umgang mit Störungen eingeplant werden müssen.

Häufige Fehler

  • Bereiche mit stark unterschiedlichem Arbeitsinhalt.
  • Takt beginnt, obwohl Planung oder Material fehlen.
  • Keine definierte Bereichsübergabe, sodass Nacharbeiten den Takt stören.
  • Mängel werden erst am Ende bearbeitet statt beim Übergang.

BauGrid führt den Bauzeitenplan mit Abhängigkeiten und Baseline, erfasst Mängel je Bereich mit Foto und Plan-Pin und ordnet Fotos nach Bauteil, Geschoss und Raum (Bauzeitenplan, Mängelmanagement).

Quellen & Rechtsgrundlagen
  • DIN 69900 Projektmanagement, Netzplantechnik
  • DIN 69901 Projektmanagement
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