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Planung

Vorgangsdauer

Die Vorgangsdauer ist die Zeit, die ein Vorgang im Terminplan benötigt. Am Bau wird sie aus der Menge, dem Aufwandswert und der eingesetzten Kolonnenstärke berechnet. Sie ist die Basisgröße jeder Terminplanung und bestimmt zusammen mit den Anordnungsbeziehungen Puffer und kritischen Pfad.

Ein Terminplan ist nur so gut wie seine Dauern. Wer sie schätzt, plant Wunschdenken; wer sie rechnet, plant Kapazität.

Berechnung

Die Grundformel lautet: Dauer gleich Menge mal Aufwandswert geteilt durch Anzahl der Arbeitskräfte und tägliche Arbeitszeit.

Ein Beispiel: 900 Quadratmeter Innenputz, Aufwandswert 0,40 Stunden je Quadratmeter, ergibt 360 Stunden. Bei vier Arbeitskräften und acht Stunden täglich sind das 360 geteilt durch 32, also rund 11,3 Arbeitstage.

Diese Rechnung verbindet Terminplanung und Kalkulation: Beide beruhen auf demselben Aufwandswert. Wer nach der Baustelle nachkalkuliert, verbessert damit zugleich die Terminplanung.

Einflussgrößen

  • Kolonnenstärke und Verfügbarkeit von Fachkräften
  • Arbeitszeitmodell, Samstagsarbeit, Schichtbetrieb
  • Kalender mit Feiertagen je Bundesland und Betriebsferien
  • Witterung und jahreszeitliche Einschränkungen
  • Trocknungs- und Aushärtezeiten, die als eigener Vorgang abzubilden sind
  • Arbeitsraum: Zwei Kolonnen im selben Raum arbeiten nicht doppelt so schnell

Technische Wartezeiten

Trocknungszeiten, Aushärtung und Belegreife sind keine Vorgangsdauern im Sinne von Arbeit, sondern Zwangspausen. Sie gehören als eigener Vorgang oder als Anordnungsbeziehung mit Zeitabstand in den Plan, nicht in die Dauer des Arbeitsvorgangs.

Häufige Fehler

  • Dauern werden aus Erfahrung geschätzt, ohne Menge und Aufwandswert zu prüfen.
  • Kolonnenstärke im Plan entspricht nicht der real verfügbaren Mannschaft.
  • Trocknungszeiten werden in die Vorgangsdauer eingerechnet und verschwinden aus dem Blick.
  • Feiertage und Betriebsurlaub fehlen im Kalender.

BauGrid führt den Bauzeitenplan mit vier Abhängigkeitstypen, kritischem Pfad und Baseline und erfasst die tatsächlichen Stunden je Baustelle für die Nachkalkulation (Bauzeitenplan, Zeiterfassung).

Quellen & Rechtsgrundlagen
  • DIN 69900 Projektmanagement, Netzplantechnik
  • KLR Bau, Kosten- und Leistungsrechnung der Bauunternehmen
BauGrid

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