Ein Balkenplan zeigt, wann etwas passiert. Ein Netzplan zeigt, warum. Er macht die Abhängigkeiten sichtbar und rechnet aus, welche Verzögerung wirklich weh tut.
Bestandteile
- Vorgänge mit einer Vorgangsdauer
- [Anordnungsbeziehungen](/glossar/anordnungsbeziehungen): Normalfolge, Anfangsfolge, Endfolge und Sprungfolge, jeweils mit möglichen Zeitabständen
- Meilensteine als Ereignisse ohne Dauer
- Kalender mit Arbeitstagen und Feiertagen
Vorwärts- und Rückwärtsrechnung
Die Vorwärtsrechnung ermittelt vom Projektstart aus die frühesten Anfangs- und Endzeitpunkte. Die Rückwärtsrechnung ermittelt vom Endtermin aus die spätesten Zeitpunkte. Die Differenz je Vorgang ergibt den Gesamtpuffer, siehe Pufferzeit. Vorgänge ohne Puffer bilden den kritischen Pfad.
Nutzen am Bau
- Auswirkungen einer Störung lassen sich rechnen statt schätzen. Das ist die Grundlage der bauablaufbezogenen Darstellung.
- Terminliche Folgen von Änderungen werden vor der Entscheidung sichtbar.
- Kapazitäten lassen sich über die Zeit auswerten, wenn Ressourcen an den Vorgängen hängen.
Darstellung
Das Rechenmodell ist der Netzplan, die verbreitete Darstellung das Gantt-Diagramm. Moderne Programme rechnen im Hintergrund einen Netzplan und zeigen ihn als Balkenplan mit Verbindungslinien.
Häufige Fehler
- Vorgänge ohne Verknüpfung, sodass der Plan nicht rechnet.
- Feste Termine statt Beziehungen, wodurch Verschiebungen nicht durchschlagen.
- Zu feine Gliederung: Ein Plan mit tausend Vorgängen wird nicht gepflegt.
- Keine Baseline, sodass Soll und Ist später nicht vergleichbar sind.
BauGrid rechnet den Bauzeitenplan im Browser mit vier Abhängigkeitstypen, kritischem Pfad und Baseline, importiert MS-Project-Dateien und druckt bis A1 (Bauzeitenplan).
- DIN 69900 Projektmanagement, Netzplantechnik
- DIN 69901 Projektmanagement, Projektmanagementsysteme
Netzplantechnik in der Praxis umsetzen.
BauGrid bildet VOB, GAEB, REB und die wichtigsten Rechnungsformate direkt im Tool ab. Kostenlos starten mit bis zu 5 Nutzern.