Ein Bauprojekt ist zu groß, um es am Stück zu planen. Der Projektstrukturplan bricht es herunter, bis Pakete entstehen, die sich terminieren, kalkulieren und einer Person zuordnen lassen.
Gliederungsarten
- objektorientiert: nach Bauteilen, etwa Bauwerk, Gebäudeteil, Geschoss, Raum
- funktionsorientiert: nach Gewerken oder Leistungsbereichen
- phasenorientiert: nach Projektphasen, etwa Vorbereitung, Rohbau, Ausbau, Außenanlagen, Abnahme
- gemischt: in der Praxis am häufigsten, etwa Bauabschnitt und darunter Gewerk
Arbeitspakete
Die unterste Ebene ist das Arbeitspaket. Es hat einen eindeutigen Inhalt, einen Verantwortlichen, eine geschätzte Dauer und ein Budget. Aus Arbeitspaketen entstehen die Vorgänge des Bauzeitenplans und die Zuordnung zu Kostenstellen und Kostenträgern.
Verbindung zum LV
Am Bau existiert mit dem Leistungsverzeichnis bereits eine Gliederung aus Losen, Titeln und Positionen. Sinnvoll ist es, die Struktur des Projektstrukturplans daran auszurichten, damit Kalkulation, Termine, Aufmaß und Abrechnung dieselbe Sprache sprechen. Wo das nicht möglich ist, braucht es eine dokumentierte Zuordnung.
Nutzen
- Vollständigkeitsprüfung: Was nicht im Strukturplan steht, wird auch nicht geplant.
- Klare Verantwortung je Paket.
- Basis für Soll-Ist-Vergleich und Berichte.
- Grundlage für die Steuerung nach Taktplanung oder Bereichen.
Häufige Fehler
- Zu tiefe Gliederung, sodass der Plan im Alltag nicht gepflegt wird.
- Struktur weicht von der LV-Gliederung ab, ohne dass eine Zuordnung besteht.
- Arbeitspakete ohne Verantwortlichen.
- Nachträge werden nicht in die Struktur aufgenommen und laufen daneben her.
BauGrid führt Lose, Titel und Positionen im Leistungsverzeichnis und verbindet sie mit Aufmaß, Terminen und Controlling (Leistungsverzeichnis, Controlling).
- DIN 69901 Projektmanagement, Projektmanagementsysteme
- DIN 276 Kosten im Bauwesen
Projektstrukturplan in der Praxis umsetzen.
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