Fehlende oder falsche Pläne sind eine der häufigsten Ursachen für Bauablaufstörungen. Die Planlaufliste macht diesen Bereich nachweisbar: Sie zeigt, was geliefert wurde und was fehlt.
Aufbau
Je Plan werden geführt:
- Plannummer und Planinhalt
- aktueller Index mit Datum
- Soll-Termin der Lieferung und Ist-Termin
- Empfänger je Gewerk mit Datum der Übergabe
- Freigabestatus
- Bemerkungen, etwa Vorabzug oder Ausführungsstand
Nutzen
- Terminsicherung: Aus der Liste ergibt sich, welche Planlieferung überfällig ist. Das ist die Grundlage einer Behinderungsanzeige nach § 6 Abs. 1 VOB/B.
- Versionssicherheit: Auf der Baustelle wird nur nach dem freigegebenen Index gebaut. Wer welchen Index hat, steht in der Liste.
- Nachweis: Bei Streit über eine Bauablaufstörung belegt die Liste, wann welcher Plan tatsächlich vorlag.
Zusammenspiel mit dem Plankopf
Die Liste funktioniert nur, wenn jeder Plan einen eindeutigen Plankopf mit Nummer und Index hat. Nummer und Index in der Liste müssen exakt denen auf dem Plan entsprechen.
Praxis
Die Liste wird von der Bauleitung oder vom Planungskoordinator geführt und in der Baubesprechung durchgesehen. Überfällige Planlieferungen gehören ins Protokoll und in die offenen Punkte, damit sie nicht in der Liste versanden.
Häufige Fehler
- Liste wird nur zu Projektbeginn gepflegt und danach nicht mehr.
- Verteilung per E-Mail ohne Eintrag in die Liste; im Streitfall ist der Zugang nicht belegbar.
- Alte Indizes bleiben auf der Baustelle im Umlauf.
- Soll-Termine fehlen, sodass eine Verspätung nicht erkennbar ist.
BauGrid führt Projektdokumente mit Versionen, Freigabe je Firma und Protokoll und plant ein gemeinsames Datenumfeld mit Plancodierung, Revisionen und Prüflauf (in Kürze) (Dateiablage, Planmanagement).
- VOB/B 2016 § 3, § 6 Abs. 1
- HOAI Anlage 10
- DIN 1356-1 Bauzeichnungen
Planlaufliste in der Praxis umsetzen.
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