Das Aufmaßblatt ist die Urkunde der Mengenfeststellung, die Blattnummer ihr Kennzeichen. Über sie lässt sich jede Zeile der Mengenberechnung auf das Blatt zurückführen, das vom Auftragnehmer und in der Regel vom Auftraggeber gegengezeichnet wurde.
Funktion
- Sie ordnet Zeilen einem konkreten Aufmaßblatt zu.
- Sie ist Bestandteil der Adresse BBBBZI und damit Voraussetzung für die maschinelle Prüfung nach REB 23.003.
- Sie macht Nachträge und Korrekturen nachvollziehbar, weil neue Feststellungen auf neuen Blättern erfolgen.
Vergabe in der Praxis
Blattnummern werden fortlaufend vergeben und nicht wiederverwendet. Auf größeren Baustellen erhalten Bereiche, Bauabschnitte oder Nachunternehmer eigene Nummernbereiche, damit parallel erfasste Aufmaße ohne Kollision zusammengeführt werden können. Der Bereich sollte vor dem ersten Aufmaß festgelegt und dokumentiert werden.
Ein Blatt bleibt nach Unterschrift unverändert. Wird eine Menge korrigiert, entsteht eine neue Zeile mit neuem Index oder ein neues Blatt, nie eine Änderung am unterschriebenen Blatt. Nur so bleibt die Prüfbarkeit der Rechnung nach § 14 VOB/B gewahrt.
Häufige Fehler
- Zwei Erfasser vergeben dieselbe Blattnummer, der Import als DA11 oder X31 scheitert.
- Blattnummern werden nach Löschen eines Blatts erneut vergeben.
- Zeilen ohne Blatt, die sich keinem unterschriebenen Dokument zuordnen lassen.
In BauGrid ist die Blattnummer des Aufmaßblatts zugleich die REB-Blattnummer der Zeilen; Nummernbereiche lassen sich je Bereich festlegen (Aufmaß).
- REB-VB 23.003 Allgemeine Mengenberechnung
- VOB/B 2016 § 14
Blattnummer in der Praxis umsetzen.
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