Beim Bodenleger entscheidet sich der Auftrag zweimal: am Untergrund, der eben, trocken und tragfähig sein muss, und am Verschnitt, der bei Bahnenware und Parkett über die Marge bestimmt. BauGrid führt den ganzen Betrieb an einem Ort: Aufmaß und Kalkulation ebenso wie Bautagebuch, Fotos, Termine, Material, Zeiterfassung, Lohn und Rechnung.
Die Wohnanlage hat 48 gleich geschnittene Wohnungen. Sie messen jede einzeln nach, weil Sie sonst nicht nachweisen können, wie die Fläche entstand.
Sie messen einen Raumtyp am Plan und geben der Zeile einen Faktor. Die Rechnung bleibt nachvollziehbar, weil Erläuterung, Formelnummer, Werte, Faktor und Vorzeichen in der Zeile stehen.
Sie kalkulieren mit Nettofläche und kaufen mit Verschnitt ein. Beim dritten Auftrag im Jahr steht die Differenz in keiner Liste mehr.
Der Verschnitt gehört in die Kalkulationszeile, nicht ins Aufmaß. Unter der Position steht der Belag mit eigener Menge und eigenem Faktor, abgerechnet bleibt die aufgemessene Fläche.
Der Estrich ist zu feucht. Sie sagen es dem Bauleiter am Telefon, verlegen unter Vorbehalt und stehen zwei Jahre später allein da.
Die Messung steht mit Datum, Wert und Foto im Bautagebuch, die Klärung als Offener Punkt mit Frist, das Anschreiben in der Dateiablage mit Status und Aktivitätsprotokoll. Die Bedenkenanmeldung ist damit belegt.
Am Freitagnachmittag stehen drei Angebote, zwei Aufträge und ein Arbeitsbericht offen, jedes in einem anderen Programm.
Angebot, Annahme per Link ohne Login, Plantafel, Arbeitsbericht mit Kundenunterschrift und Rechnung mit drei Mahnstufen laufen im selben Konto wie die VOB-Baustelle.
Sechs Schritte in sechs Modulen. Die Fläche, die Sie einmal ermitteln, trägt bis in Materialbedarf, Angebot und Rechnung.
Bodenbelagarbeiten haben in der VOB/C eine eigene Allgemeine Technische Vertragsbedingung, die ATV DIN 18365; für Parkettarbeiten gilt die ATV DIN 18356. Ihre Abrechnungsregeln stehen wie überall in Abschnitt 5 der jeweiligen ATV: welche Fläche zählt und ab welcher Größe eine Aussparung als Abzugsfläche abgeht, statt übermessen zu werden. Sie entscheiden je Zeile, was angesetzt wird, und die Entscheidung steht sichtbar dort, wo sie geprüft wird.
Abgerechnet wird die fertige Fläche, eingekauft wird mit Zuschlag. Genau diese Trennung bildet BauGrid ab. Im Mengenblatt nach REB 23.003 steht die aufgemessene Fläche, Zeile für Zeile, mit automatisch vergebener REB-Adresse; sie geht unverändert in Rechnung und Export. Der Verschnitt sitzt eine Ebene tiefer, in der Kalkulation: dort trägt jede Zeile Menge, Faktor und Einheitspreis, der Belag darf also mit mehr als einem Quadratmeter je Quadratmeter Position stehen. Ihre Kalkulation bleibt getrennt vom Leistungsverzeichnis und geht weder in den GAEB-Export noch auf die Rechnung.
Am PDF-Plan stehen sieben Werkzeuge bereit: Linie, Rechteck, Polygon, Kreis, Zählen, Dreieck und Bogen. Wer ohne Plan arbeitet, tippt die Rechenansätze direkt ins Blatt, mit 27 Formelnummern nach REB 23.003 und freien Ausdrücken als FN 91. Und wer auf der Baustelle steht, schreibt das Aufmaßblatt am Handy: Blattnummer aus dem eigenen Bereich, Position per Vollbild-Suche, am Ende unterschreiben beide Seiten auf dem Gerät. Alle drei Wege enden im selben Blatt.
Der häufigste Streit im Bodenbelag betrifft nicht die Fläche, sondern die Vorleistung. Eine Bedenkenanmeldung nach § 4 Abs. 3 VOB/B wirkt nur, wenn sie rechtzeitig und schriftlich beim richtigen Adressaten ankommt. Dafür gibt es drei Spuren: das Bautagebuch hält Messwert, Datum und Foto fest und geht als PDF an die Empfänger-Firma, die Offenen Punkte führen die Klärung mit Frist und Verantwortlichem, die Dateiablage hält das Schreiben mit Status, Versionen und Aktivitätsprotokoll. Kommt es doch zur Rüge, sitzt der Mangel im Modul Mängel mit Pin auf dem Grundriss, Frist-Ampel und Mängelrüge als PDF.
BauGrid ist das Betriebssystem für einen Bau- und Handwerksbetrieb. Der Boden ist der Blickwinkel, nicht die Grenze.
Bodenleger arbeiten in sehr unterschiedlichen Größen: der Meister mit einem Gesellen, der eine Wohnung in drei Tagen fertig hat, und der Objektbetrieb, der ein Hochhaus mit 300 Wohnungen für einen Generalunternehmer belegt. BauGrid ist für beide gebaut, vom Ein-Mann-Betrieb bis zum Konzern mit mehreren hundert Mitarbeitern, und auf Großprojekte ausgelegt: eine Codebasis, keine abgespeckte Fassung für Kleine, keine getrennte Enterprise-Version.
Die Organisation bildet Konzern, Gesellschaft, Niederlassung und Abteilung als Baum ab, jede Einheit mit eigenen Stammdaten, eigenem Arbeitszeitmodell und eigenem Bundesland samt Feiertagen. Mehrere Firmen arbeiten auf demselben Projekt, ohne in die Daten der anderen zu sehen, und die Berechtigungen arbeiten je Modul in sechs reichweitenbasierten Stufen von 0 bis 5. Nach außen stehen XRechnung nach EN 16931 mit Leitweg-ID, ZUGFeRD, DATEV-Buchungsstapel und Lohnexport bereit, der Professional-Tarif hebt die Projektgrenze auf, ab 100 Nutzern rechnen wir ein individuelles Angebot. Große Objekte steuert das Controlling mit Soll aus der Kalkulation, Ist aus Rechnungen und Zeiterfassung und Obligo, der Bauzeitenplan hängt Ihre Verlegeabschnitte an die Vorleistungen von Estrich und Trockenbau.
Die Zeiterfassung ist dauerhaft kostenlos bis 20 Mitarbeiter, ab dem 21. Nutzer 3 € je Nutzer und Monat. Der Starter-Plan enthält 1 Bau-Projekt mit bis zu 5 Nutzern kostenlos, inklusive Aufmaß, LV und Abrechnung. Professional kostet 30 € je Nutzer und Monat bei jährlicher Zahlung (42 € monatlich, ab 6 Nutzern). Die Handwerker-Module (Angebot, Auftrag, Plantafel, Arbeitsbericht, Rechnung) sind im ersten Monat gratis, danach 10 € je Nutzer und Monat. Alle Details auf der Preisseite.
Für Bodenleger, Parkettleger und Estrichbetriebe, die im Objektbau für Bauträger und Generalunternehmer nach VOB/B abrechnen und daneben Wohnungen für Privatkunden belegen. Wer den Innenausbau mitmacht, findet den Ablauf auf der Seite Software für Trockenbau, wer Wand- und Deckenflächen übernimmt, auf der Seite Maler Software.
Zum Weiterlesen: die Aufmaßblatt-Vorlage für Excel, der Vergleich der Aufmaß-Software und der Beitrag Wie BauGrid funktioniert: ein verbundenes System. Alle Zahlen stehen auf der Preisseite.
Starter-Plan mit 1 Projekt und 5 Nutzern kostenlos. Die Handwerker-Module sind im ersten Monat gratis.
Sie kalibrieren den Maßstab einmal über zwei Punkte mit bekannter Distanz, danach ziehen Sie den Raum als Polygon. Verwinkelte Grundrisse gehen genauso wie Rechtecke, und gleichartige Räume bekommen einen Faktor statt einer zweiten Messung.
Über die Kalkulation. Unter der LV-Position steht ein Baum aus Zeilen mit Menge, Faktor und Einheitspreis: der Belag darf dort mit mehr als einem Quadratmeter je Quadratmeter Position stehen. Die aufgemessene Fläche im Mengenblatt bleibt davon unberührt.
Als eigene Position mit der Einheit m oder lfm. Am Plan ziehen Sie die Wandanschlüsse als Linie ohne Höhe, das ergibt laufende Meter. Türdurchgänge und Nischen setzen Sie als eigene Zeile mit Vorzeichen Minus, sodass der Abzug für den Prüfer sichtbar bleibt.
Im Bautagebuch als Tagesbericht mit Datum, Foto und Messwert, im Projekt als Offener Punkt mit Frist und Verantwortlichem, und als Schreiben in der Dateiablage mit Status und Aktivitätsprotokoll. So ist die Anmeldung nach § 4 Abs. 3 VOB/B belegt, bevor der Belag liegt.
Die Zeiterfassung ist dauerhaft kostenlos bis 20 Mitarbeiter. Der Starter-Plan enthält 1 Bau-Projekt mit bis zu 5 Nutzern kostenlos. Professional kostet 30 € je Nutzer und Monat bei jährlicher Zahlung, die Handwerker-Module 10 € nach dem ersten Gratismonat.