Sanitär, Heizung und Klima rechnen in Stück, Metern und Stunden ab, und der Betrieb arbeitet an zwei Fronten gleichzeitig: auf der Baustelle nach Leistungsverzeichnis und auf der Bestandswohnung nach Auftrag. BauGrid ist das Betriebssystem für beides. Vom Angebot über die Plantafel, das Material aus dem Großhandelskatalog, die Regiestunde auf dem gegengezeichneten Beleg bis zur XRechnung und der Lohnabrechnung läuft alles in derselben Oberfläche.
Der Großhändler schickt die neue Preisliste als DATANORM-Datei. Im Büro werden die wichtigsten Rohre, Fittings und Armaturen von Hand nachgetippt.
Die Datei geht direkt in den Artikelstamm: Artikelnummer, Kurz- und Langtext, Mengeneinheit, Preis mit Preiseinheit, Preiskennzeichen, Waren- und Rabattgruppe und EAN. Reine Preisänderungen kommen später als DATPREIS-Datei nach, ohne den Katalog neu aufzubauen.
Der Kunde will beim Badumbau noch einen Handtuchheizkörper. Der Monteur baut ihn ein, und drei Monate später fehlt die Position in der Rechnung.
Zusatzarbeit wird ein eigener Beleg: im Bau-Projekt als Stundenlohnzettel mit Gegenzeichnung, beim Privatkunden als Nachtrag zum Auftrag mit eigener Nummer. Beides hängt am selben Vorgang und geht mit in die Rechnung.
Vier Monteure, drei Fahrzeuge, zwölf Termine in der Woche. Die Planung steht auf einem Whiteboard, und wer krank wird, wirft alles um.
Die Plantafel zeigt Aufträge, Monteure und Termine nebeneinander und lässt sich umhängen, ohne neu zu tippen. Der Monteur nimmt den Auftrag am Telefon mit, schreibt vor Ort den Arbeitsbericht und lässt den Kunden am Tablet unterschreiben.
In der bewohnten Wohnung wird eine Fliese im Bad beschädigt. Nachher ist unklar, ob der Riss vorher schon da war.
Fotos werden beim Aufnehmen an Projekt, Ort und Datum gebunden und lassen sich später in deutscher Sprache durchsuchen. Wird daraus ein Streitfall, wandert der Vorgang als Mangel mit Frist und Verantwortlichem weiter, statt in einem Chatverlauf zu versanden.
Sechs Schritte in sechs Modulen. Kundendaten, Artikelpreise, Stunden und Belege werden einmal erfasst und wandern von selbst weiter.
Die drei Einheiten des Gewerks liegen in BauGrid nebeneinander. Auf dem PDF-Plan kalibrieren Sie einmal den Maßstab, danach stehen Linie, Polylinie, Rechteck, Polygon, Kreis, Bogen und das Zählaufmaß bereit: Leitungswege und Steigstränge als Polylinie, Objekte und Heizkörper als Zählung. Jede Messung wird eine Zeile im Mengenblatt nach REB 23.003, mit Erläuterung, Formelnummer, Eingabewerten, Faktor und Vorzeichen, und trägt eine REB-Adresse. Für Auftraggeber, die das Aufmaß in ihrem eigenen Programm nachrechnen, geht das Blatt als GAEB DA11 oder GAEB X31 hinaus. Was in welchem Umfang abgerechnet wird, gibt der Vertrag vor; die Abrechnungsregeln für Heizanlagen, für Gas-, Wasser- und Entwässerungsanlagen in Gebäuden und für raumlufttechnische Anlagen stehen jeweils in Abschnitt 5 der zugehörigen ATV DIN 18380, DIN 18381 und DIN 18379. Sie entscheiden je Zeile, was zählt und was abgezogen wird, und die Entscheidung bleibt in der Zeile nachvollziehbar stehen.
Dazu kommt der Ort. Jedes Projekt hat einen Ortsbaum, im Hochbau über Bauteil, Geschoss und Raum. Fotos, Mängel, Aufmaßpläne, Mengen, Zeiteinträge, offene Punkte, Bautagebuch-Einträge und Dateien hängen an diesem Ort. Für einen Betrieb, der 60 Wohnungen in einem Strang saniert, ist das der Unterschied zwischen einer Bilderflut und der Frage "was ist in Wohnung 3.14 passiert", die sich in einem Klick beantworten lässt.
DATANORM ist das Austauschformat des deutschen Baustoff-, SHK- und Elektrogroßhandels, und praktisch jeder Lieferant liefert seine Artikel- und Preisliste darin. BauGrid liest die Version 4.x: die Artikeldateien DATANORM.001 bis .999 mit Anlage, Änderung, Löschung und Nummernwechsel, die reinen Preisdateien DATPREIS sowie Waren- und Rabattgruppen. Aus jedem Artikel entstehen Artikelnummer, Bezeichnung aus Kurztext 1 und 2, Langtext, Mengeneinheit, Preis, Preiseinheit, Preiskennzeichen für Brutto- oder Nettopreis, Rabatt- und Warengruppe und die EAN. Zwei Details entscheiden über brauchbare Zahlen: Die Preiseinheit sagt, ob der Preis für 1, 10, 100 oder 1000 Einheiten gilt, und bei Rohren und Leitungen ist der Preis je 100 Meter der Regelfall. Und der Zeichensatz ist CP850, nicht ISO-8859-1, sonst wird aus einem Artikeltext mit Umlaut unleserlicher Zeichensalat. Im Handwerker-Modus lässt sich Material am Lager über die Kamera erfassen: der Scanner liest QR-Code, EAN-13, EAN-8 und Code 128, und wo die Kamera nicht mitspielt, tippen Sie die Nummer ein.
Nach § 2 Abs. 10 VOB/B werden Stundenlohnarbeiten nur vergütet, wenn sie vor Beginn ausdrücklich als solche vereinbart wurden, und nach § 15 Abs. 3 VOB/B gelten fristgemäß eingereichte Stundenlohnzettel als anerkannt, wenn der Auftraggeber sie nicht innerhalb von sechs Werktagen zurückgibt. Genau dafür ist der Stundenlohnzettel gebaut: ein Beleg mit Firmenkopf, Leistungen, Arbeiter-, Material- und Geräteliste, Fotos und Unterschriftenfeldern, der an genau eine Projektfirma geht und dort abgezeichnet oder mit Begründung zurückgegeben wird. Der abgezeichnete Zettel hängt später als Beleg an der Ausgangsrechnung, und der Status Abgerechnet zeigt, welche Zettel schon verrechnet sind. Zum Begriff selbst gibt es den Glossareintrag Stundenlohnarbeiten.
Ein SHK-Betrieb schreibt nicht nur Projektrechnungen. Für alles, was in festem Takt abgerechnet wird, legen Sie eine wiederkehrende Ausgangsrechnung an: monatlich, vierteljährlich, jährlich oder auf Zuruf. Der Leistungszeitraum füllt sich rückwirkend oder im Voraus, und ein Ankertag hält den Termin auf dem gewünschten Monatstag. Ohne diesen Anker rutscht eine Rechnung vom 31. Januar über den 28. Februar für immer auf den 28. ab, und genau das passiert in vielen Systemen still. Der Versand geht als PDF, als XRechnung nach EN 16931 oder als ZUGFeRD, mit Leitweg-ID am Projekt für öffentliche Auftraggeber.
Was SHK-Betriebe sonst auf drei bis fünf Programme verteilen, liegt hier in einem Konto mit einem Rechte- und Firmenmodell.
Die Zeiterfassung ist dauerhaft kostenlos bis 20 Mitarbeiter, ab dem 21. Nutzer 3 € je Nutzer und Monat. Der Starter-Plan enthält 1 Bau-Projekt mit bis zu 5 Nutzern kostenlos, inklusive Aufmaß, LV und Abrechnung. Professional kostet 30 € je Nutzer und Monat bei jährlicher Zahlung (42 € monatlich, ab 6 Nutzern). Die Handwerker-Module (Angebot, Auftrag, Plantafel, Arbeitsbericht, Rechnung) sind im ersten Monat gratis, danach 10 € je Nutzer und Monat. Alle Details auf der Preisseite.
BauGrid ist für Baubetriebe jeder Größe gebaut, und für SHK heißt das: der Meister mit zwei Monteuren arbeitet in derselben Software wie die Haustechnik-Gruppe mit mehreren hundert Mitarbeitern. Es gibt keine getrennte Lite- und Enterprise-Fassung, sondern eine Codebasis. Wächst der Betrieb, wächst der Organisationsbaum mit: Konzern, Gesellschaft, Niederlassung und Abteilung, jede Einheit mit eigenen Stammdaten und eigenem Briefkopf. Mehrere Firmen liegen mandantenfähig nebeneinander, die Firmenkontexte bleiben streng getrennt, und gestufte Berechtigungen regeln je Modul, wer lesen, anlegen und freigeben darf, samt mehrstufiger Freigaben mit Vertretung. Für die Buchhaltung gibt es DATEV-EXTF und DATEV-Lodas, für öffentliche Auftraggeber XRechnung nach EN 16931, und GoBD-Sperren greifen auf Datenbankebene, nicht nur in der Oberfläche. Im Professional-Tarif ist die Zahl der Projekte nicht begrenzt; ab 6 Nutzern gilt der Tarif, für Teams über 100 Nutzer wird ein individuelles Angebot gemacht.
Für Sanitär-, Heizungs- und Klimabetriebe, die Neubau und Sanierung auf Baustellen von Generalunternehmern und öffentlichen Auftraggebern nach VOB/B abrechnen und daneben Bäder, Heizungstausch und Kundendienst in bewohnten Objekten ausführen. Beide Arbeitsweisen liegen im selben Konto: die Bau-Projekte mit Leistungsverzeichnis, Aufmaß und Abschlagsrechnung, die Kundenaufträge im Handwerker-Modus mit Angebot, Plantafel, Arbeitsbericht und Rechnung.
Zum Weiterlesen: die Stundenzettel-Vorlage für Excel und Word zeigt, welche Angaben ein Nachweis tragen muss, damit er später trägt. Der Bausoftware-Vergleich stellt BauGrid neben Handwerks- und Bauprogramme mit DATANORM-Anbindung. Der Beitrag wie BauGrid als verbundenes System funktioniert erklärt, warum eine Zahl nur einmal erfasst wird, und die Preisseite nennt jeden Betrag im Klartext. Wer Leistungsverzeichnisse des Auftraggebers einliest, findet die Formate im Modul Leistungsverzeichnis.
Starter-Plan mit 1 Projekt und 5 Nutzern kostenlos. Zeiterfassung dauerhaft kostenlos bis 20 Mitarbeiter.
Ja, beides liegt im selben Konto. Neubau und Sanierung laufen als Bau-Projekt mit Leistungsverzeichnis, Aufmaß und Abschlagsrechnung, Kundendienst und Bäder im Bestand laufen im Handwerker-Modus mit Angebot, Auftrag, Arbeitsbericht und Rechnung. Kunden, Material, Zeiten und Zahlen bleiben dieselben.
Ja. BauGrid liest DATANORM 4.x, also die Artikeldateien DATANORM.001 bis .999 mit Anlage, Änderung und Löschung, die reinen Preisdateien DATPREIS sowie Waren- und Rabattgruppen. Übernommen werden Artikelnummer, Kurz- und Langtext, Mengeneinheit, Preis mit Preiseinheit, Preiskennzeichen, Rabattgruppe und EAN.
Weil der Preis in DATANORM nicht je Stück gilt, sondern für 1, 10, 100 oder 1000 Mengeneinheiten. Bei Rohren und Leitungen ist der Preis je 100 Meter der Regelfall. BauGrid liest dieses Feld aus, sonst läge der Artikelpreis um den Faktor 10 bis 1000 daneben.
Über den Stundenlohnzettel: ein unterschriftsreifer DIN-A4-Beleg mit Leistungen, Arbeiter-, Material- und Geräteliste und bis zu vier Fotos. Er geht an genau eine Projektfirma, wird dort geprüft und gegengezeichnet oder mit Begründung zurückgegeben, und hängt später als Beleg an der Ausgangsrechnung.
Ja. Eine Ausgangsrechnung lässt sich monatlich, vierteljährlich oder jährlich wiederholen. Der Leistungszeitraum wird rückwirkend oder im Voraus gefüllt, und ein Ankertag hält den Termin auf dem gewünschten Monatstag, statt ihn über die Monate abdriften zu lassen.
Die Zeiterfassung ist dauerhaft kostenlos bis 20 Mitarbeiter. Der Starter-Plan enthält 1 Bau-Projekt mit bis zu 5 Nutzern kostenlos. Professional kostet 30 € je Nutzer und Monat bei jährlicher Zahlung, die Handwerker-Module 10 € je Nutzer und Monat nach dem ersten Gratismonat.